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Montag, 14. März 2016

Paul Hey: Deutsche Märchen, 1. Teil

Paul Hey,  geboren am  19. Oktober 1867 in München; gestorben am  14. Oktober 1952 in Gauting.war ein deutscher Maler, Grafiker, Zeichner und Illustrator.
Hey, Sohn des Musikpädagogen Julius Hey, studierte an der Münchener Kunstakademie bei Karl Raupp, Johann Caspar Herterich und Ludwig von Löfftz.
Um 1900 zeichnete er für den Münchener Verleger Ottmar Zieher Ansichtskarten, wie auch andere bekannte Grafiker seiner Zeit, so zum Beispiel, Zeno Diemer, Emil Nolde und Heinrich Kley. Hey erarbeitete sich einen eigenen Stil. Er gestaltete poetische, wirklichkeitsnahe Grafiken von alten Objekten und illustrierte, vornehmlich in malerischen Techniken, Märchen und Volkslieder, so unter anderem Sang und Klang fürs Kinderherz, herausgegeben 1909 von Engelbert Humperdinck, und Mitte der 1930er das Volksliederalbum von Kathreiner. Hey zeichnete sich durch innige Verbundenheit mit Natur und Mensch aus. Er gilt als Maler des deutschen Gemüts. Moderne und Technik bleiben aus seinem Werk ausgeblendet (Wikipedia)

Paul Hey

Wir zeigen hier die 100 Bilder von Paul Hey in vier Folgen aus dem Sammelalbum Deutsche Märchen des Cigaretten-Bilderdienstes, Hamburg Bahrenfeld, das 1939 erschien.Es enthielt die abgedruckten Märchen und war mit einem Preis von einer Reichsmark für jedermann erschwinglich. Die Bilder zu den Märchen gab es jeweils beim Kauf einer Schachtel Zigaretten.

Märchen von einem der auszog, das Fürchten zu lernen



Doktor Allwissend


Die Sterntaler


Schneewittchen




Von dem Fischer und seiner Frau




Hänsel und Gretel




Brüderchen und Schwesterchen




Daumesdick



Der fliegende Koffer



Rapunzel



Die Gänsemagd



Dornröschen


 

Freitag, 11. März 2016

In Sturm und Not illustriert von Johannes Gerts

In Sturm und Not. 
 Bilder aus allen Meeren und Kämpfe mit Wind und Wellen. 
Den Berichten von Seeleuten für die männliche Jugend nacherzählt von J. H. O. Kern. Mit einem erläuternden Anhang der seemännischen Ausdrücke und mit vielen Abbildungen nach Originalzeichnungen von Joh. Gehrts. 
Zweite Auflage.
Leipzig: Ferdinand Hirt & Sohn. 1888.



Gefährliches Klettern
Frontispiz
Da hing ich nun zwischen Himmel und Felsen und See und konnte nicht höher steigen. Meine Kräfte nahmen ab, gleichgültig schien mir das Leben.


Der dankbare Pirat
Noch war ich unverwundet, kletterte auf das Bugspriet hinaus, tötete den nächsten meiner Verfolger durch einen Schuss aus meinem Revolver...

Mann über Bord
Endlich gewahrten alle den Körper, aber zu ihrer bitteren Enttäuschung in einer bedenklichen Lage. Heinrich hielt sich nicht fest, wie man noch halbwege vermutet hatte, sondern ward von dem Tau festgehalten;
er antwortete nicht, er rührte sich nicht; das Leben schien entflohen.

Mein erstes Kommando
Uns blieb nichts weiter übrig, als die Sklaven auf beide Schiffe gleichmässig zu verteilen;...

Der Dämon
"Ich habe deine saubere Arbeit hier entdeckt," sagte der Kommandant und wies auf die unordentlich stehenden Säcke hin, hinter denen wir verborgen lagen.

Die letzte Pilgerfahrt
Indessen, als wir die Back erreichten, welche schon hoch und steil aus dem Wasser hervorragte, da sank das Schiff mit dem Achtersteven voran, in's Meer hinein.

Aber in diesem Moment tauchte aus dem vorher düsteren Nebel in allernächster Nähe  das entsetzliche Geisterschiff auf, ganz schwarz, auch die Segel und Wimpel schwarz.

Jetzt brannte auch der Fockmast; ihm folgte das ganze Vorschiff; gedankenschnell waren auch Taue und Segel zerstört; schon deutlicher traf der Feuerschein die unbeschreiblich wilde Brandung.


In späteren Auflagen wurde die rote Farbe durch braune Farbe ersetzt.

Dienstag, 8. März 2016

Lederstrumpf mit Bildern von Willy Planck, 2. Teil


DER PFADFINDER

...wo ein junges Mädchen an der Seite einer Indianerin sass, welche das Weib  des Tuscaroren war.

Cap schloss die Augen und klammerte sich ängstlich an das Kanoe an, als daselbe in die Tiefe sauste.

Er sprang deshalb kurz entschlossen aus dem Fahrzeug und watete  nach einem fünfzig Schritt vom Ufer sich im Wasser erhebenden Felsblocke.

Das Fort

Als der Abend herankam, begabeb sich die von Dunham ausgesuchten Mannschaften, fünfzehn an der Zahl, nach dem Kutter, den Jasper segelfertig gemacht hatte.

Plötzlich aber blieb sie stehen, denn eine Indianerin kam, vorsichtig nach allen Seiten spähend, auf sie zu.

...denn im nächsten Augenblicke stürzten die Indianer aus ihren Versteck herbei - allen voran Pfeilspitze, der mit einem wuchtigen Streich seines T Tomahawk das Haupt der bewusstlosen Jennie zerschmetterte...

...mit einemmal schlug hochlodernd die Flamme in die Höhe, gierig leckend an dem Holzwerk des Hauses.

Da erblickte ich einer unserer Soldaten, der am Wasser sass und eifrig mit Angeln beschäftigt schien. Bei Gott, der getötete Mann war in täuschender Stellung hingesetzt und ein anderer hätte sich wohl täuschen lassen.

Die Haubitze, die der Scud an Bord führte, wurde gerichtet und im nächsten Augenblicke fuhr eine Granate zischend unter die Indianer, zerplatzte und verwundete viele von ihnen.

Ehe die Haubitze von neuem geladen war, erschie Junitau mit einer weissen Fahne, ihr zur Seite der französische Offizier und Muir.



Der Tuscarore, der während dieser Szene stumm dagestanden hatte, war durch das Geschrei Muirs seinem Hinbrüten entrissen. Er stürzte auf den Quartiermeister zu und rief mit drohender Stimme: "Zu viel Lügen, Verräter lügt immer!...


DIE ANSIEDLER AM OTSEGO-SEE

Marmaduke feuerte die zweite Ladung ab...


...allein der Verwundete schnitt ihm, indem er nach der sich öffnenden Türe blickte, seine Rede mit den Worten ab: Besten Dank für Eure Dienste, deren ich jetzt nicht weiter bedarf, da ich mich der Pflege jenes mir bekannten Mannes dort vertrauensvoll übergeben werde".

"Ich danke meinem Vater für die schönen Lehren....

Während der Holzfäller langsam seine Büchse erhob, prägte sich die grösste Erwartung in den Mienen der Anwesenden aus...

Langsam erhob Lederstrumpf seine vierzehn Fuss lange Fischgabel...

Das seltsame Schauspiel einer Hirschjagd auf dem Wasser wirkte auch auf Oliver belebend, an dessen Boot bald der Hirsch, bald der Kahn seiner Verfolger vorüberglitt.

"Lass uns fliehen!", rief Elisabeth, allein die Predigerstochter brach zusammen.

"Ich befehle Euch, Eure Pflicht zu tun!" schrie Hiram von dem Damme her, hinter welchem er lag.

...als eine hohe Gestalt aus dem Dunkel in den kleinen  Kreis des flackernden Lichtes trat - es war Lederstrumpf.

und band damit den lebensmüden Häuptling auf seinem eigenen Rücken fest. Mit bewunderungswürdiger Kraft verfolgte er nun mehr, von Elisabeth und Oliver begleitet, die Richtung und Windungen des Baches, und obgleich derselbe an brennenden Stämmen und herabfallenden Zweigen vorbeiführte, so gelang es dem kundigen Lederstrumpf dennoch, seine Genossen glücklich zu einer Öffnung in den Felsen zu bringen...
Sofort feuerte der wachsame Lederstrumpf seine Büchse ab, und gleich nachher begann Hiram einen verzweifelten Tanz aufzuführen,...

Er stand am Waldesrande und blickte zurück. Oliver und Elisabeth winkten ihm nochmals zu, er antwortete in gleicher Weise.


DIE PRÄRIE

 In geringer Entfernung vor dem Trupp marschierte jemand, welcher seiner Haltung und Miene nach der Anführer zu sein schien...

 "Das Knacken deines Hahns ist den Schurken ebenso bekannt wie der Trompetenstoss dem Soldaten! Leg nieder die Flinte, nieder die Flinte!...

Ismael stiess einen Fluch aus, dann riss er sein Gewehr von der Schulter und feuerte nach der Felsenspitze.

Der neue Ankömmling war ein junger, stattlicher Mann.

Dann liess sich der Häuptling auf den Boden nieder und kroch mit der Geräuschlosigkeit einer Schlange in das Lager der Bleichgesichter.

Aber ihre Stimme stockte, und Entsetzen   versteinerte ihr ganzes Wesen, als sich in diesem Augenblick das Buschwerk teilte und die beiden Söhne wieder erschienen, bleich und fast ebenso leblos wie sie den erstarrten, atem- und bewegungslosen Körper des verlorenen Asa ihr vor die Füsse legten,...

Der Doktor jedoch, welcher die rötliche Dolde einer ihm unbekannten Pflanze in dem Gebüsch entdeckt hatte, war bereits vorausgeeilt, sprang aber entsetzt zurück, weil ihm ein grosser Indianer  aus dem Dickicht entgegen trat.

Da schoss plötzlich Mahtorees dunkle Gestalt zwischen ihr und dem Feuer hervor, ergriff mit Blitzesschnelle Esthers Arme und schnürte sie fest zusammen.

Ein wildes Geschrei brauste durch die Luft, und im nächsten Augenblick ritten eine Unzahl Wilde heran.

 Sein Schild hing von der Schulter herab, und sogar der Pfeil war von seinem Platze fortgeglitten und lag in der hohlen Hand, mit welcher er den Bogen festhielt....Durch einen gewaltigen und scharfen Ruck am Zügel bäumte sich sein Ross, indem es die Vorderschenkel weit in die Luft erhob.

Alle jungen Leute richteten neugierig ihre Blicke auf Paul und Ellen, von denen jener in  keiner geringen geistigen Verwirrung schien, während diese verschämt ihr Gesicht auf der Brust ruhen liess.

Das Grab wurde unter dem Schatten einiger edler Eichen gegraben. Es ist bis zu dieser Stunde von den Pawnee-Loups sorgfältig gehütet worden...