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Donnerstag, 25. Februar 2016

Kinder- und Hausmärchen illustriert von Hermann Vogel, letzter Teil

Mit diesem letzten Teil haben wir sämtliche Bilder von Hermann Vogel zu den Kinder-und Hausmärchen, die 1894 in Buchform erschienen, gezeigt.


Indem er so in Gedanken dahinging, begenete ihm ein kleines, buntes Kätzchen, das sprach ganz freundlich: "Hans,wo willst du hin?" "Ach, du kannst mir doch nicht helfen."





Da leuchte eins ihn in seine Schlafkammer, eins zog ihm die Schuhe aus, eins die Strümpfe, und zuletzt blies eines das Licht aus.

Sie fragte den Müller, wo der Mahlbursche, der Kleinknecht, wäre? Da sagte der Müller: Den können wir nicht in die Mühle nehmen, der ist so verrissen und liegt im Gänsestall."



Als er aber abgeführt wurde, schrie ihm noch der Jude nach: "Du Bärenhäuter, du Hundemusikant, jetzt kriegst du deinen wohlverdienten Lohn."

...beim zweiten Strich hoben alle die Beine, und der Henker liess den guten Knecht los und machte sich zum Tanz fertig; bei dem dritten Strich sprang alles in die Höhe und fing an zu tanzen.,...



Vom klugen Schneiderlein

Wie der Bär das sah, kriegte er Lust und wollte auch Nüsse haben. Das Schneiderlein griff in die Tasche und reichte ihm eine Hand voll; es waren aber keine Nüsse, sondern Wackersteine. Der Bär steckte sie ins Maul, konnte aber nichts aufbringen, er mochte beissen wie er wollte.


Das Schneiderlein war fix, stellte sich auf den Kopf, streckte die Beine zum Fenster hinaus und rief: "Siehst du den Schraubstock? wenn du nicht gehst, so sollst du wieder hinein," Wie der Bär das sah, drehte er sich um und lief fort.



Nicht lange, so wurden sie ganz vertraut und trieben Mutwillen mit dem unbeholfenen Gast, zausten ihm das Fell mit den Händen,...

Als sie näher kamen, sahen sie einen Zwerg mit einem alten, verwelkten Gesicht und einem ellenlangen schneeweissen Bart. Das Ende des Barts war in die Spalte des Baumes eingeklemmt, und der Kleine sprang hin und her wie ein Hündchen an einem Seil und wusste nicht, wie er sich helfen sollte.

Die Mädchen waren fortgesprungen, aber der Bär rief ihnen nach: "Schneeweisschen und Rosenrot, fürchtet euch nicht, wartet, ich will mit euch gehen."



...aber der Drache, der bei seinem Erwchen die Königstochter nicht mehr gefunden hatte, kam hinter ihnen her und schnaubte wütend durch die Luft.



Einäuglein, Zweiäuglein und Dreiäuglein

Und wie es in seinem Jammer einmal aufblickte, stand eine Frau neben ihm, die fragte: "Zweiäuglein, was weinst du?"



Einmal kamen zwei arme Frauen zu ihm auf das Schloss und baten um ein Almosen. Da sah ihnen Zweiäuglein ins Gesicht und erkannte seine beiden Schwestern, Einäuglein und Dreiäuglein, die so in Armut geraten waren, dass sie umherziehen und vor den Türen ihr Brot suchen mussten



Die Braut fragte."Was sagt mein lieber Bruder?" "Ach", sprach die Alte, "er hat gesagt, du möchtest einmal aus dem Wagen sehen." Sie fuhren aber gerade auf einer Brücke über ein tiefes Wasser. Wie nun die Braut aufstand und aus dem Wagen sich herausbückte, da stiessen sie die beiden hinaus, dass sie mitten ins Wasser stürzte. Als sie aber versunken war, in demselben Augenblick stieg eine schneeweisse Ente aus dem Wasserspiegel hervor und schwamm den Fluss hinab. Der Bruder hatte gar nichts davon gemerkt und fuhr den Wagen weiter, bis sie an den Hof kamen.


Einmal abends, während die schwarze Braut dem König auf dem Schoss sass, kam eine weisse Ente zum Gossenstein in die Küche geschwommen und sagte zum Küchenjungen:
"Jüngelchen, mach Feuer an,
dass ich meine Federn wärmen kann."




Von dem Tode des Hühnchens

Da brachte das Hähnchen das Wasser zum Hühnchen, wie es aber hinkam, war dieweil das Hühnchen erstickt und lag tot da und regte sich nicht. Da war das Hähnchen so traurig, dass es laut schrie, und kamen alle Tiere und beklagten das Hühnchen, und sechs Mäuse bauten einen kleinen Wagen, das Hühnchen darin zu Grabe zu fahren...

 
Da war das Hühnchen noch allein mit dem toten Hühnchen, und grub ihm ein Grab und legte es hinein, und machte einen Hügel darüber, auf den setzte es sich und grämte sich so lange, bis es auch starb; und da war alles tot.

       





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