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Freitag, 30. April 2021

Wilhelm Busch: Die feindlichen Nachbarn oder die Folgen der Musik

 Heinrich Christian Wilhelm Busch (* 15. April 1832 in Wiedensahl; † 9. Januar 1908 in Mechtshausen) war einer der einflussreichsten humoristischen Dichter und Zeichner Deutschlands. Zudem war er als von niederländischen Meistern beeinflusster Maler tätig. 

Busch war der Urvater des Comics, obwohl zu seiner Zeit seine Bildergeschichten und Bilderpossen noch nicht so genannt wurden. Sprechblasen waren zu seiner Zeit noch nicht bekannt. Als ich um 1951 die ersten deutschen "Mickey-Maus-Heftli" zu lesen begann, fiel mir die Ähnlichkeit der benützten lautmalerischen Ausdrücke zu Buschs Gebrauch auf. Wahrscheinlich hatte die deutsche Übersetzerin Erika Fuchs sich  an Wilhelm Buschs Wortschöpfungen erinnert: ritsche-ratsche, radatsch, klabumm, schnarräng, plumpf, patsch, plums, perdatsch, schrum, puff, kracks, ha, hu, schnapp, husch, pst, witsch. etc. Ende des 19. Jahrhunderts, als das viktorianische Moralisieren wie ein dichter Nebel über Europa hing, galten Buschs Bildergeschichten als jugendgefährdender Schund: Blöder geht's nöder!

 


 Die feindlichen Nachbarn oder die Folgen der Musik





 








 

 

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